Typen von Uhren

Typen von Uhren

Verschiedene Typen von Uhren – Herrenuhren

Chronometer – Herrenuhren

Als Chronometer (griech. „Zeitmesser“) dürfen Armbanduhren mit Werken bezeichnet werden, die in einem Test bei einer offiziellen Prüfstelle eine festgelegte Ganggenauigkeit bewiesen haben.

Einsatzuhren – Herrenuhren

Einsatzuhren sind speziell für militärische oder sonstige (z. B. Polizei, Taucher und Feuerwehr) Einsatzkräfte konzipierte Armbanduhren. Besondere Merkmale dieser Art von Zeitmesser sind, je nach Einsatzart, Robustheit gegenüber Erschütterungen und Umgebungstemperaturen, Wasserdichtigkeit, Nachtablesbarkeit und Anzeige der verstrichenen Einsatzzeit.

Elektronische Armbanduhren – Herrenuhren

Verschiedene Ansätze sind unternommen worden, mit Hilfe elektronischer Komponenten genauere Uhren zu bauen, so beispielsweise die Stimmgabeluhr, bei der die von einer elektrisch angetriebenen Stimmgabel vorgegebene Frequenz als Taktgeber verwendet wird. Durchgesetzt hat sich auf dem Markt allerdings die Quarzuhr, die heute von den Verkaufszahlen her den Hauptteil des Weltuhrenmarktes ausmacht. Bei ihr sorgt ein Quarzkristall, der unter Stromfluss schwingt, für die Taktung. Quarzuhren können über eine digitale Anzeige (anfangs mit LEDs, später mit stromsparenderen Flüssigkristallen) oder über eine Anzeige mit Zeigern (Analoguhr) verfügen, wobei auch zunehmend Mischformen (Hybrid) auf den Markt kommen. Nach einem Boom in den 1980er Jahren wurde die Digitalanzeige zunehmend wieder von der Analoganzeige verdrängt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist allerdings wieder ein Ansteigen bei der Herstellung von Digitaluhren zu erkennen, das durch zusätzliche Funktionen mit Messdaten und neuartige modische LC-Anzeigen bedingt ist. 1990 wurde von Junghans mit der MEGA 1 die erste funkgesteuerte Armbanduhr vorgestellt (Funkuhr), damit hat der Wettlauf um die ganggenaueste Uhr ein Ende gefunden.

Komplikationen

Die einfache Armbanduhr hat zwei oder drei Zeiger (ohne bzw. mit Sekundenanzeige). Dazu gibt es weitere sogenannte Komplikationen, also technische Finessen, wie:

  • Chronograph (Stoppuhrfunktion), weit verbreitet bei hochwertigen mechanischen Herrenuhren
  • Anzeige für Gangreserve
  • Automatischer Aufzug (Automatik)
  • Datumsanzeige (1 bis 31)
  • Ewiges Kalendarium, schaltet stets das korrekte Datum unter Berücksichtigung von Schaltjahren und Monatslänge (28, 29, 30 oder 31 Tage)
  • Große Datumsanzeige
  • Minutenrepetition, ein Schlagwerk, das die Zeit akustisch anzeigt
  • Mondphase
  • Rattrapante: Schleppzeiger-Chronograph, der Zwischenzeiten anzeigen kann
  • 7-Tages-Werk: eine Feder, die 7 Tage statt 42h bis 48h Gangreserve bietet
  • Retrograde Anzeigen
  • Sekundenscheibe: Eine meist transparente und bedruckte dünne Scheibe anstelle des Sekundenzeigers. Entscheidend hierbei ist, dass ihr Gewicht keinen zu großen Einfluss auf die Amplitude des Uhrwerkes hat und sie weder mit dem Deckglas noch mit dem Minutenzeiger kollidiert
  • Spielwerk
  • Springender Datumswechsel
  • Stoppuhr
  • Tourbillon oder Karussell, eine rotierende Lagerung der Hemmung, um die Ganggenauigkeit zu erhöhen
  • Vollkalendarium mit Monat, teils mit vierstelliger Jahreszahl
  • Wecker
  • Wochentag
  • Zeitgleichung
  • Zweite Zeitzone.

Die Grande Complication (Große Komplikation) gilt als höchste Uhrmacherkunst, da mehrere Zusatzfunktionen wie ewiger Kalender mit Mondphase, Minutenrepetition und Chronographenmechanismus, oder Tourbillon in einer Armbanduhr kombiniert werden.

Neben der technischen Verfeinerung durch zahlreiche Zusatzfunktionen ist die abschließende mechanische Nachbearbeitung und Oberflächenveredelung (auch Finissierung, franz. Finissage) ein Qualitätsmerkmal von Uhrwerken.

 



 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
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